AgrikulturDie landwirtschaftliche Produktion konzentriert sich im Laufe der letzten 30 Jahre hauptsächlich auf den Anbau von Soja. Die Produktion wird ohne einen industriellen Prozeß exportiert. Weiter werden auch Mais, Kafir, Sonnenblumen Weizen und andere Kulturen angepflanzt. In den letzten Jahren hat man besonders auf eine nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft geachtet. Dies hat zur Folge, das die Aussaat im großen Maß mit der umweltschonenden Direktsaat durchgeführt wird. Zur Zeit wird 90 % der Fläche mit Direktsaat bearbeitet.
Durch die Ausrodung großer Waldflächen für die landwirtschaftliche Produktion ist der Erosionsprozess auf den jeweiligen Anbauflächen besonders stark geworden. So hat man sich in den letzten Jahren auch stark auf Aufforstung der Wälder konzentriert.
Erwähnenswert ist die land- und viehwirtschaftliche Beratung. In gezielter Form wird dem Bauern eine technische Beratung angeboten, um die Produktion zu verbessern und zu steigern. Der Beratungsdienst bemüht sich unter anderem auch um die Durchführung und Organisation von Seminaren, Experimenten und sonstiger fachlicher Beratung. Weizenernte

Statistik

Ha – Stück/Jahr

1940

1950

1970

2000

2003

Baumwolle

248

76

100

52

0

Reis

0

0

202

0

0

Weizen

 

0

1652

243

75

Soja

0

0

163

4875

5300

Maiz

0

0

0

900

556

Angepflanzte Weiden

0

0

432

8772

12550

Pferde

346

499

513

256

 

Rinder

1468

3130

7751

27478

 

Viehzucht Die Viehzucht ist ein wichtiger Sektor für die Bauern von Friesland. Die Produktion von „Schlachtvieh“ ist zwar nicht der Haupterwerbszweig der meisten Bauern, aber es ist in finanzieller Hinsicht ein verhältnismäßig sicherer Zweig.

Die allgemein wirtschaftlich schwere Situation des Landes und die politische Unstabilität hat den Viehzüchtern durch Diebstahl schon großen Schaden zugefügt. Zur Zeit hat sich die Situation verbessert und man legt großen Wert auf die Qualität der Genetik der Viehzucht.




Fábrica de leche 1994 wurde die Molkerei „Frisco“ eingeweiht. Hergestellt wurden Milch, Yoghurt, Dulce de Leche, usw. Die Molkerei sollte dazu beitragen, den Kleinbauern eine wirtschaftliche Stabilität zu sichern. Durch die verhältnismäßig kleine Produktionsmenge und die starke Kompetenz bei der Vermarktung der Produkte, lief dieser Zweig schwer. Seit 1998 arbeitet die Molkerei in Zusammenarbeit und unter dem Namen „Trebol“, um eine bessere Rentabilität dieses Zweiges zu erwirtschaften. Trotz großer Anstrengungen der Kooperativsverwaltung hat sich dieser Produktionszweig noch nicht stabilisiert.





Fabrica de balanceados FRISCO 1992 installierte die Kooperative eine kleine Mischfutterfabrik. Auf Grund der hervorragenden Qualität der Produktion, sowie einer guten Vermarktung, vergrößerte sich dieser Produktionszweig rapide. Heute werden ca. 10.000 kg Mischfutter pro Tag produziert. Hinzu kommt auch die Herstellung von Mineralsalz. Durch diesen Industriezweig haben die Bauern die Möglichkeit, Futter und Korn nicht nur zum Eigenbedarf anzupflanzen, sondern es hat sich ein neuer, effektiver Produktionszweig entwickelt.






Viehfarm Die Viehfarm der Kooperative Friesland ist eine Abteilung die jährlich einen relativ guten Gewinn erstrebt und als Reserve wirkt. Unter anderem wird auch das Vieh der Bürger aufgekauft, um es dann nach Möglichkeit und Notwendigkeit weiter zu verkaufen. Die Viehfarm liefert auch das Fleisch für die Fleischverkaufsabteilung der Kooperative. Es werden wöchentlich ca. 12 Rinder geschlachtet.

Die Viehfarm der Kooperative besitzt ca. 3.000 ha Land in Ibaté, wo Nachzucht von Rindern betrieben wird. In Barrio San Pedro besitzt die Viehstation noch einmal ca. 1.800 ha. Hier wird hauptsächlich Vieh zum Verkauf gehalten. Intensive Rassenverbesserung wird angestrebt. Insgesamt hält die Viehfarm der Kooperative Friesland zur Zeit 8.600 Rinder.

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